Industrie 4.0: Führen Plattformen zu einer Machtkonzentration?

„Industrie 4.0“ ist ein Topthema der digitalen Agenda. Welche Aspekte von Industrie 4.0 aber sind politisch wirklich relevant? Viele Diskussionsveranstaltungen bleiben diese Antwort schuldig. Der analytische Gehalt vieler dieser Veranstaltungen lässt sich auf drei Punkte reduzieren:

  • Irgendwie digitalisiert sich die Wirtschaft. Sensoren scheinen eine Rolle zu spielen. Wir nennen es „Industrie 4.0“
  • Sieht so aus, als ob deutsche Unternehmen nicht im „Lead“ sind. Große ausländische IT-Unternehmen wirken bedrohlich.
  • Wir müssen irgendetwas tun. Vielleicht sollten wir mehr in Forschung investieren. Standards und Normen könnten ein weiterer Ansatzpunkt sein.

Besonderer Fokus liegt auf der Frage der Marktmacht. Die Debatte zu Industrie 4.0 hat sich in den vergangenen Monaten merklich gewandelt: zunehmend wird die Frage der Abhängigkeit von großen (vornehmlich amerikanischen) IT-Unternehmen. Beispielhaft hierfür ist der FAZ-Artikel von Wirtschaftsminister Gabriel, das Interview von Siemens-Chef Joe Kaeser im Spiegel oder die Thesen von Deutsche Telekom-CEO Timotheus Höttges. Die Rhetorik ist dabei zunehmend von einer „Nullsummen-Logik“ geprägt: Es gibt einen Gewinner und viele Verlierer.

Stimmt das wirklich? Führt die Plattformisierung tatsächlich zu einer Konzentration von Marktmacht?  Diese Präsentation, die für ein Hintergrundgespräch im Bundestag erstellt wurde, nähert sich der Marktmacht-Hypothese auf Grundlage der Plattformisierungshypothese. Deutlich wird: Das Bild ist deutlich komplexer. Plattformen können Marktmacht im Plattform-Kern konzentrieren – oder aber in der Peripherie verteilen. Beispiele hierfür gibt es genügend.

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  1. […] stellt sich die Frage, welche Art von Plattformen ihrem Geschäftsmodell entgegen kommt. Die zentrale Frage lautet: Baue ich die Plattform selber? Oder sorge ich dafür, dass die Plattform möglichst […]

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